Mediation

Gibt es in Ihrem Leben einen Konflikt, der Sie mehr und mehr belastet? Kommt es manchmal zu Eskalationen? Oder haben Sie die Hoffnung verloren, dass sich die Dinge zum Guten wenden werden?

Konflikte gehören zu unserem Leben. Sie entstehen dort, wo Menschen sich begegnen, ob im privaten Bereich oder im Berufsleben. Einige Konflikte regeln sich von selbst.  Aber was, wenn sich die Situation mehr und mehr verschärft?

Der Schritt in die Mediation ist dann – unabhängig davon, um welche Art Konflikt es sich handelt – eine gute Entscheidung.

Gerne unterstützen wir Sie dabei, neue Möglichkeiten und Chancen zu sehen und neue Strukturen zu schaffen, sodass der Weg wieder frei wird für einen freudvollen Alltag. Die Lösung liegt vielleicht näher, als Sie denken.

Was ist Mediation – Definition

Mediation will Menschen, die in einem Konflikt verstrickt sind, zu einer Einigung verhelfen.

  • Mediation ist die Kunst, Konflikte in einer konstruktiven Art und Weise zu lösen.
  • Sie eignet sich für alle Arten von Konflikten – ob sich diese nun zwischen einzelnen Menschen, innerhalb von Familien und Gruppen oder in Institutionen und Unternehmen abspielen
  • Mediation bezieht die rechtlichen, wirtschaftlichen und emotionalen Aspekte des Konfliktes gleichwertig mit ein.
  • Sie fragt nicht nach Schuld, sondern nach den Interessen und Bedürfnissen der am Konflikt beteiligten Menschen.
  • Mediation ist zukunftsorientiert.
  • Sie soll zu fairen, tragfähigen und rechtsverbindlichen Vereinbarungen führen.
Ziele und Chancen der Mediation
  • In der Mediation wird nach vorne geschaut. Altes soll abgeschlossen und der Blick für die Zukunft geöffnet werden.
  • Mediation fördert eine konstruktive Streitkultur und wirkt vorbeugend gegen Machtkämpfe und Verhärtungen in menschlichen Beziehungen.
  • Mediation öffnet den Blick für neue Möglichkeiten und Chancen und bewirkt einen Prozess, an dem die Beteiligten wachsen können.
  • Mediation bringt in der Regel eine nachhaltige Lösung und ist auf Ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten.
Voraussetzungen für eine Mediation
  • Respekt und Achtung den Konfliktpartnern gegenüber
  • Wille zu Fairness
  • Freiwillige Teilnahme an der Mediation
  • Bereitschaft, "die Karten auf den Tisch zu legen"
  • Offenheit dafür, sich auf neue und eventuell ungewohnte Lösungen einzulassen
  • Bereitschaft, Zeit, Geduld und Energie für die Entwicklung einer Lösung aufzubringen
  • Bereitschaft, sich an die Verhaltensgrundsätze der Mediation zu halten
Ablauf einer Mediation in 5 Schritten

Klärung folgender Fragen:
Ist Mediation das Richtige für Sie punkto Verfahren, Methode und Rahmenbedingungen? Was wollen Sie in der Mediation erreichen? Festlegen des Kosten- und Zeitrahmens der Zusammenarbeit. Unterzeichnen der Mediationsvereinbarung.


Sammeln der zu erarbeitenden Themen, Klären der Standpunkte:
Was will ich, was will mein Gegenüber, wo sind wir uns einig, inwiefern haben wir unterschiedliche Standpunkte? Was sind die wahren Bedürfnisse, die sich hinter unseren Standpunkten verstecken?


Bearbeitung der einzelnen Themen und ihrer Bedeutung für die Beteiligten:
Verhandeln über gegensätzliche Positionen. Entwickeln zusätzlicher Optionen. Entwickeln von Fairnesskriterien.


Entwickeln einer beidseitig akzeptablen Lösung und Überprüfung anhand folgender Fragen:
Ist die Lösung für alle Beteiligten fair? Stehen Geben und Nehmen im Gleichgewicht? Welche Konsequenzen haben die getroffenen Entscheide? Wurden alle Anliegen genügend berücksichtigt? Soll die entwickelte Lösung provisorisch als Übergangsregelung gelten, damit sie im Alltag überprüft werden kann, oder soll sie bereits definitiv wirken?


Festhalten des Entwickelten in einer Vereinbarung und Schlusskontrolle.


Dauer und Kosten einer Mediation
  • In der Regel erarbeiten die Konfliktparteien innerhalb von zwei bis zehn Sitzungen mit Hilfe einer oder mehrerer Fachpersonen eine massgeschneiderte Lösung.
  • Die Kosten für eine Mediation richten sich nach dem persönlichen Ansatz der einzelnen Fachpersonen und sind bei diesen in Erfahrung zu bringen.
  • Wünschen die Beteiligten eine Co-Mediation, besteht das Team in der Regel aus einer weiblichen und männlichen Fachperson. Häufig stammt dabei eine von beiden aus dem psychosozialen, die andere aus dem rechtlichen Berufsfeld.
  • Eine Mediation kann auch während eines bereits laufenden Gerichtsverfahrens eingeleitet werden.
  • Nach Absprache können in einer Mediation externe Berater für eine Zweitmeinung beigezogen werden.
Zur Geschichte der Mediation


Die Lösung menschlicher Konflikte durch Vermittlung Dritter ist ein Phänomen, das sich nicht auf die westliche Welt und die heutige Zeit beschränkt.

 

Von jeher haben die Menschen das Bedürfnis, Unstimmigkeiten zu klären und bei Konflikten die gestörte soziale Balance wiederherzustellen. Ob dies durch Autorität und Macht, standardisierte Gerichtsverfahren oder konsensorientierte Vermittlung Dritter geschieht, hängt stark von den Hierarchien innerhalb der Kultur ab. Entscheidend ist zudem der Wert, den die Gesellschaft den Bedürfnissen und Interessen des Einzelnen zubilligt.

 

Die Figur des Vermittlers lässt sich bis in die Antike zurückverfolgen und tritt selbst in griechischen Theaterstücken auf. In der Weltgeschichte sind zahlreiche Friedensabkommen zu einem wesentlichen Teil den beharrlichen Bemühungen eines Vermittlers zu verdanken. Mediative Aussöhnungsversuche zwischen Eheleuten gab es schon vor der Französischen Revolution. Und bereits im England des 19. Jahrhunderts begann man, bei wirtschaftlichen Konflikten Schlichtungsstellen einzurichten.

 

Das moderne Verfahren der Mediation, bei dem die Neutralität des Vermittlers und spezielle Techniken der Gesprächsführung eine zentrale Rolle spielen, hat zwar alte Wurzeln. Im Westen wird es aber erst seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts differenziert genutzt.

 

Heute hat sich die Mediation in den USA so weit etabliert, dass sie als Vorstufe zu gerichtlichen Verfahren teilweise vorgeschrieben ist. Auch in Europa werden die Vorteile der Mediation zunehmend erkannt. Sie wird als sinnvolle Ergänzung zum traditionellen Gerichtsprozess geschätzt und gefördert.

 

In der Schweiz hat der Einbezug der Mediation in die neue Zivilprozessordnung (in Kraft seit dem 1.1.2011) für alle Beteiligten neue Perspektiven geschaffen. Die Parteien können bereits beim Friedensrichter eine Mediation beantragen, die an die Stelle des Schlichtungsverfahrens tritt. Und im Entscheidverfahren kann der Richter oder die Richterin den Parteien eine Mediation empfehlen, die dann das gerichtliche Verfahren sistiert.